Tag 1
Als wir morgens total übermüdet um 6 Uhr aus dem Bus stiegen hatten wir eigentlich nur vor einen Schlafplatz zu suchen und uns für ein paar Stunden hinzuflaggen und zu pennen. Es kam jedoch völlig anders; als erstes wankten wir schlaftrunken aus dem Kaff namens Bovec heraus. Als wir nach einer Weile ein schönes Fleckchen fanden, waren wir jedoch alle wach und liefen weiter. Wir machten Mittagspause (wobei wir auf einen Stein kletterten und Maurice sich den Finger quetschte). Nach der Pause wurde es ziemlich hart! Der Berg war steil und als wir nach gefühlten 3 Tagen oben ankamen, war es keineswegs geschafft; wir mussten Wasser suchen, (denn das war rare Ware) und einen Schlafpatz finden. Auf dem Weg nach unten warteten weitere Strapazen auf uns: Ein Weg, so schmal, wie ein sehr kleines, neugeborenes Händehandtuch, führte am Berg entlang. Sehr lustig, worallem mit Höhenangst !! Als dann auch noch eine wackelige Holzbrücke über den Abgrund führte, war (fast) alles zu spät. Zum Glück waren wir dann bald an der Gondelmittelstation. Felix und Malte hatten einen Regentanz aufgeführt, worauf sich die Flaschen füllten. Auf jeden Fall bauten wir die Kothen auf. Doch kaum waren wir fertig, fing es an, wie aus strömen zu schütten. Also aßen wir unter der Gondelstation, die wegen dem Berg auf Stelzen war. Zähne putzten wir keine. Wir fielen allesamt auf der Stelle in tiefen Schlaf.(MAJA)

Tag 2
Wir sind auf der Mittelstation der Gondel aufgewacht. Dann sind wie einen langen Weg ins Tal gelaufen. Da die Sonne sehr doll schien, mussten wir viele Pausen einlegen. Auf einer der Pausen haben wir gefrühstückt. Danach sind wir weiter zum Fluss gelaufen. Doch als wir ankamen hat es doll angefangen zu Donnern. Aber es hat nur wenig geregnet. Als es vorbei war, wuschen wir uns, es war aber sehr kalt und darum kamen alle schnell wieder hinaus. Marlon und Maurice waren ganz drin, die anderen betrieben Katzenwäsche und Deodusche. Zu diesem Zeitpunkt regnete es nicht mehr. Die Kothen bauten wir auf einer Insel zwischen 2 Flüssen auf. Der eine Fluss war der Hauptstrom, und der andere Fluss war sehr schnell. Zu Abendessen gab es Spaghetti und Tomatensoße und Würstchen. Es schmeckte gut. Nachdem Essen gab es noch eine Liederrunde am Feuer und dazu Tee. Wir sangen viele Lieder mit drei unterschiedlich großen Gitarren. In der Nacht regnete es stark. (MORITZ)

Tag 3
Eine regnerische Nacht, ein kühler Morgen- über dem Fluss stiegen die Nebelschwaden langsam gen Himmel und während 16 halbwache Pfadfinder ihren morgendlichen Pflichten und Ritualen nachgingen, wurde der Himmel hinter den Bergen ringsum immer blauer und die Sonne zeigte ihr Gesicht. Viel zu lange brauchten wir, um startbereit zu sein und so liefen wir erst gegen 10.00 Uhr los. Hinter uns lag die Soca, vor uns einige Kilometer Straße. Nach einiger Zeit strammen Laufens, frühstückten wir auf einem kleinen Plätzchen neben der Straße unsere geliebte Mipu-Müsli-Pampe. Ein kurzes Stück nach der Pause waren wir auch schon bei der Ausschilderung für die Kanin- die Gondel- angelangt. Für viel zu viel Geld konnten wir diesmal endlich die kleinen Kabinen besteigen und auf 2202m hinauffahren. Manch einen machte die Höhenangst schwer zu schaffen doch oben angekommen, beruhigten sich die Geister und wurden mit einer sonderbaren Mondlandschaft voll nacktem Fels und kargem Stein belohnt. Von 1-2 € Koupons, die wir beim Kauf der Tickets  erhalten hatten, kauften wir für alle zusammengebackene Sandwitchtoasts. Mit sorgenvollem Blick auf den steigenden Nebel außerhalb der Gaststätte informierten wir uns über Wettervorhersagen und weitere Empfehlungen. Von der geplanten Übernachtung in einer Schutzhütte hoch auf dem Berg wurde uns abgeraten. Stattdessen telefonierte die nette Frau mit der Bergstation Refugio Gilberti, zu der wir dann auch aufbrachen. Ein steinig, kiesiger und fies steiler Hang war unsere erste Hürde, die von allen gemeistert wurde. Ein paar Fotos später ging es auch schon weiter. Ein Sessellift in Sommerpause bat uns Orientierung und so liefen wir unter den geisterhaft im Nebel baumelnden Sesseln wieder bergab. Wo der Boden zu Anfang noch aus Kies bestand, bildeten nach und nach größere Steine und Felsen, über die wir kletterten, unseren Grund. Eh man sich versah, wurden Rucksäcke, Kameras und Gitarren dem Vordermann vom oberen Stein auf den weiter unteren gereicht und dann hinterher gesprungen oder gekraxelt. Sich gegenseitig unterstützend, schafften wir es binnen 2 Stunden endlich, am unteren Eingang des Liftes anzukommen, wo wir eine lange Pause einlegten. Von oben konnten wir schon die Refugio Gilberti sehen und so stürzten wir uns ins Vergnügen, eine bei Winterbetrieb sicherlich rote Piste hinabzulaufen, oder besser gesagt zu rutschen. Denn das Geröll unter den Schuhen ließ keinen sicheren Schritt zu. Bald bildeten sich auf dem Hang Grüppchen und die Hintersten, denen der von oben übersehbare Weg ewig schien, brauchten  sicherlich 2 Stunden. Nahe der Bergstation des Refugio Gilberti sattelten wir ab und gingen auf die Suche nach Schlafplatz, Wasser und dem Weg für den nächsten Tag. Zumindest für die Kothen war schnell nicht nur eine geeignete Fläche, sondern trotz Baumgrenze sogar eine Kothenstange für die Treverer gefunden. Bald standen zwei schwarze Zelte malerisch einsam in einem Tal umgeben von Bergwipfeln.

Es gab Reis mit Bratensoße und nicht nur wegen des beginnenden Regens gingen wir kurz nach dem Essen ins Zelt. Der Sturm draußen wurde stärker und machte heftig Radau und erinnerte uns alle daran, dass Kothen imprägnieren verdammt wichtig ist. Wenn das Wasser allerdings von unten kommt, weil ein Bach seinen Weg durchs Zelt gebahnt hat, ist das einfach nur Pech, doch auch diese Schwierigkeit wurde im Trevererzelt überwunden und eine sehr nasse Nacht nahm ihren Lauf und wurde überstanden. (EVA)

Tag 4
Als wir auf dem Berg aufgewacht sind, trockneten die meisten von uns erst einmal ihre Sachen. Während der Kruscht trocknete, frühstückten wir erst einmal unser Müsli, worauf wir unseren Krims-Krams packten und losliefen. Am Anfang war der Weg ganz okay, dann kam aber wieder die steile Piste. Die Jungs liefen wieder voraus, die langsamen hinten. Die Piste war sooo anstrengend, aber als alle unten waren, füllten wir die Flaschen auf und kochten Tomatensuppe. Nach dem Essen sattelten wir wieder auf und liefen aus Sella Nevea heraus. Danach liefen wir uns unendlich vorkommende 3 Stunden an der Straße. Als wir 3 Stunden gelaufen waren, kamen wir an einen See namens Lago de Predil, wo wir die Kothen aufbauten und sagten, dass wir morgen dort Chilltag machen wollen. Als Abendessen gab es Knödel mit Soße und Käse mit verschimmeltem Brot. Danach waren wir sooooo müde, dass wir alle gleich schlafen gingen. (NINA)

Tag 5
Am Chilltag waren zuerst Moritz und Marlon wach. Dann kam auch ich dazu. Als alle wach waren, haben wir Müsli verspachtelt. Das Wasser war ziemlich kalt, als wir den ersten Versuch wagten, aber alle habens überstanden. Etwas später gingen fast alle springen. Nach einer langen Springpartie gabs Buchstabensuppe zu Mittag. Dann legten ich und Max ein Guitarbattle ab. (Ich gewann natürlich) Später ging ich zum Sprungdach. Nach einer langen Bedenkphase beschloss ich mich nicht dazu, die Leiter hinunterzuklettern, also war ich gezwungen, ins Wasser zu springen. Nachdem ich heruntergesprungen bin, kam ich gerade rechtzeitig zum Abendessen. (MAURICE)

Tag 6
Nachdem wir aufgestanden waren, packten wir unsere Rucksäcke und bauten die Kothen ab. Als wir dies hinter uns hatten, liefen wir gleich los, der erste Wegabschnitt des Wanderwegs befand sich in einem Tunnel. Dieser war nicht wirklich beleuchtet und sonst auch schon etwas alt, außerdem war der Gehsteig nicht wirklich groß. Als wir aus diesem dunklen Tunnel endlich raus waren, liefen wir eine Serpentinenstraße hoch. Dies erforderte zwar höchste Anstrengung, jedoch ging die Straße bald wieder hinab. (Anm. d Red. : dazwischen gabs Frühstück an einer Ruine direkt an der Italienisch-Slowenischen Grenze) Wie schon so oft auf diesem Hajk, waren Moritz und ich vorne. So liefen wir also längere Zeit bis wir Bedürfnis nach Mittagessen verspürten. Zur selben Zeit kamen wir in einem kleinen Dorf namens Log Pot Mangato an. Lucas holte also den Benzinkocher raus und kochte Tomatensuppe. Derweil gingen Paul, Felix und Malte Brot kaufen. Sie kamen bald wieder mit gutem Weisbrot. Dies aßen wir dann zur Tomatensuppe! Es war ein gutes Mittagessen. Mir hats geschmeckt! Jedoch war ich danach immer noch hungrig! Nach einer kleinen Verdauungspause gingen wir also weiter, es ging Kilometer zu Kilometer zu Kilometer… Irgendwann sagte Paul: „Bei Kilometerschild 12 machen wir eine Riegel-Pause, jedoch fanden wir an der Straße keine Ausbuchtung und mussten weiter gehen. Als wir eine fanden, gab es die wohlverdienten Schoko-Kokos-Riegel!
Als dann alle fertig waren ging es weiter bis raus aus dem Triglav Nationalpark zu einer Wiese bei der wir endlich die Kothen aufbauen konnten und ein gutes Abendessen bekamen…(Spaghetti mit Tomatensoße) Nach dem Abendessen ging ich gleich ins Bett. (MAX)

Tag 7+8
Am Morgen liesen wir uns Zeit und gingen erst so gegen 12 Uhr los, natürlich gab es, wie jeden Tag, Müsli. Wir gingen einen Teil Straße, der andere „Wanderweg“ den ich eher als Trampelpfad erkenne. Wir machten an einer langen, über die Soca führenden Brücke halt. Felix und Paul erkundigten sich nach dem Weg. Sie fanden einen Superplatz, doch da der auf einem Privatgrundstück war, mussten wir erst ein bisschen warten, bis der Mann kam. In der Zeit gingen manche zum nahe liegenden Fluss, dort gab es eine lange Brücke in der Höhe von ca. 8 m. (Anm. d. Red.: künstlerische Übertreibungs-Freiheit) Malte, Paul und Felix mussten dies natürlich gleich ausprobieren. Ich sprang nur von einer Ecke im Fels. Da wir dann glücklicherweise bleiben durften, bauten wir schon die Zelte auf. Felix, Luke und Malte gingen in Bovec einkaufen. Als Abendessen gab es Reis mit Gemüse. Ein großer Teil wollte noch bleiben und wir fragten am nächsten Tag, ob wir noch eine Nacht bleiben dürften. Wir durften noch eine Nacht bleiben. Die restliche Zeit sprangen und schwammen wir in der Soca. Es gab ein herrliches Mittagessen, Brot mit Käse und Wurst. Abends gab es dann wieder Nudeln. (DAVID)

Tag 9
Als wir am Morgen auf einer wunderschönen, nach Thymian duftenden Wiese aufwachten, bzw. geweckt wurden, mussten wir uns ziemlich sputen, da wir versprochen hatten, um 8 zu verschwinden. Als wir um 9 endlich weg waren, war es bereits ziemlich heiß. Wir liefen an der Soca entlang, kamen aber nicht wirklich voran, da wir schwitzten, wie die Pferde. Irgendwann kamen wir an einen Kiesstrand. Da wir aber keine Lust hatten, zu kochen, gab es nur Müsliriegel zu Mittagessen. Irgendwann kam noch eine andere Sippe mit Walter, der Paul beim Umarmen fallen ließ und ihm so eine Fleischwunde am Fuss zufügte. Irgendwann am Nachmittag riefen wir beim Standlager an, da Paul und Nadine nicht mehr laufen konnten. Die beiden wurden abgeholt. Wir liefen weiter an der Soca entlang. Am Abend biwakten wir am Fluss, da Nadine noch eine Kothenplane hatte. Ich konnte lange nicht einschlafen, da das Wasser laut war. Zum Abendessen gab es halbfertige Nudeln und Tomatensoße, da der Kocher alle war. In der Soße schwammen komplette Brühwürfel: zum KOTZEN IGIIIIIIITTTT. Wir hatten vor, am nächsten Tag ins Lager zu kommen. (MAJA)

Tag 10
Als wir an einem sehr, sehr schönen Sand-Kies-Strand aufwachten ( Fynn mit Sand-Kothenplane im Mund) frühstpückten wir und liefen weiter, während wir liefen wurde es immer sonniger und heißer. Aber wir hielten tapfer durch. Wir liefen Wanderweg & Straße, bis wir irgendwann Trinkpause machten, und kurz danach an eine Brücke kamen. An der Brücke stand ein Schild:  SOCA
Wir überquerten die Brücke und gingen auf unseren Lagerplatz, der direkt neben der Brücke auf der andern Seite war, dort gab es Mittagessen. Nach dem Essen machten die Führer den ganzen Anmeldungskram und wir bauten die Kothe auf. Dann gab es Abendessen und wir schliefen alle gleich ein: zzz (NINA)